Karate Dojo Kashiwa Großenhain e. V.
 

09.04.2022

Endlich wieder Wettkampf!
Am 9. April fand in Unterschleißheim bei München der Nagai Cup und das internationale Kyu
Turnier 2022 statt. Starter aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und erstmals Italien waren
gemeldet. Dieses Internationale Flair wollten sich auch wir Großenhainer nicht entgehen lassen.
So ging es Freitag Nachmittag für Heiko, Lutz, Laura, Norman, Pia, Hanna, Lena und mich auf die
Autobahn und ab in den Süden. Begleitet wurden wir hierbei von Papa Daniel. Nachdem wir uns in
einem kleinen Hotel ein Dorf entfernt eingerichtet hatten, ließen wir den Abend gemütlich
ausklingen bevor es in die Betten ging. Denn morgen sollte ein langer Tag werden.
Samstag früh um 9 ging es in die Halle. Dort wurden wir gleich von Sandra (Torii) begrüßt. Auch
das Dojo Date aus Löbau war sofort zu finden und freute sich sehr Lutz wieder zutreffen. Während
Heiko die Anmeldung übernahm und wir uns auf den Tribünen einrichteten, half uns Sandra einen
Ersatz für Oli (Torii) zu finden, welcher genau wie Felix leider Corona erwischt hat und so nicht in
unserer Kumite Mannschaft starten konnte. Netterweise half uns hier Franz vom Dojo Date aus.
Nachdem Heiko in der Kampfrichterbesprechung alle relevanten Informationen erhalten hatte ging
es kurz nach 10 auch schon mit den Wettkämpfen los. Zuerst war wie immer die Unterstufe dran.
Hierbei muss gesagt werden, dass Unterstufe nicht zwangsläufig Kinder bedeutet. Die älteste
Teilnehmerin war eine 71 Jahre alte Orangegurtin, welche sogar in Kata den dritten Platz belegte.
Davor habe ich großen Respekt.
Unsere beiden Grüngurte Hanna und Lena zeigten bravouröse Leistungen und erlebten einen
Wettkampf wie er besser kaum sein kann. Silber (Hanna) und Bronze (Lena) in Kata und Gold und
Silber im Kumite. Für Lena war das sogar der erste Wettkampf überhaupt. Diese Doppelleistung
wurde später noch mit Gold in der Kata-Mannschaft abgerundet. Gemeinsam mit Pia setzen sie sich
mit einer super Heian Nidan gegen ein Starterfeld durch, das so groß war wie nur selten zuvor.
Pia hatte das Pech dass sie mangels ausreichend Teilnehmern in ihrer eigentlichen Kategorie, bei
den Frauen ab 16 Jahre teilnehmen musste. So war sie auf einmal in der gleichen Gruppe wie Laura.
Ein sehr starkes Starterfeld. Beide schafften es im Kumite jeweils eine Runde weiter zu kommen,
mussten sich dann aber leider knapp geschlagen geben. Nichtsdestotrotz war das eine tolle
Erfahrung und sehr starke Leistung für beide, da sie zum ersten Mal in dieser Kategorie antreten
mussten.
In seiner bereits bekannten Gruppe konnte dafür Norman starten. In der Kata erlitt er leider das an
diesen Tag typische Problem der Großenhainer und verlief sich. Das machte er im Kumite aber
ohne Frage wieder weg. Nach zwei tollen Kämpfen konnte er sich über die Silbermedaille freuen.
Aber spätestens hier zeichnete sich ein Bild ab, was alle alle Teilnehmer bestätigen konnten. Die
Kämpfe waren fair und auf einen sehr hohen Niveau, aber auch ziemlich hart. So erwischte Norman
einen Mawashi-Geri am Kopf oder Pia einen kräftigen Mae-Geri in die Rippen.
Für mich hieß es dann nach 6 Jahren Wettkampfpause erst einmal wieder rein kommen. Mit meiner
Jion eiferte ich Norman nach und im Kumite musste ich mich mit 2-1 einem Kollegen aus der
Schweiz geschlagen geben. Ein kräftiger Kizami-Zuki schickte auch mich kurz auf den Boden, aber
nachdem man sich kurz geschüttelt hatte ging es auch schon wieder weiter.
In der Kumite Mannschaft waren wir drei etwas erstaunt welche Rolle Großenhain und Löbau
spielten. Denn die Mannschaften hießen Schweiz, Österreich 1, Österreich 2 und Kashiwa.
In der Ersten Runde gegen Österreich legte unser Startkämpfer Norman grandios vor. Mit zwei
schnellen Zukis hatte er seinen Kampf binnen weniger Sekunden gewonnen und brachte uns in
Führung. Von seiner Leistung angespornt stieg ich in den Pool und gewann auch meinen Kampf
recht schnell. Schon standen wir im Finale gegen die Schweiz, welche bereits im Einzel sehr
erfolgreich war. Hier musste wir uns nun leider doch geschlagen geben. Aber immerhin der zweite
Platz, zumal wir bei der Siegerehrung sogar kurz die goldenen Medaillen umhängen hatten.
Nach einer kurzen Pause ging es für Laura und mich dann auch beim Nagai Cup weiter. Hier trafen
wir dann zum ersten mal auf die italienische Nationalmannschaft. Wir alle waren von ihrer
Körperbeherrschung und der Leidenschaft mit der sie antraten überwältigt. Auch Heiko, der als
Kampfrichter tätig war, musste sich aufgrund der dargebotenen Leistung mit schwierigen
Entscheidungen beschäftigen und schauen welcher Zuki eine Zehntelsekunde eher traf.
Für Laura und mich hieß es Erfahrungen sammeln, das Erlebnis mitnehmen und genießen. Am Ende
des Wettkampftages gab es noch einen spontanen Vergleichswettkampf zwischen den startenden
Nationen im Kumite. Jedes Land stellte drei Frauen und 5 Männer, die hier ihr Land vertreten
durften. Ich hatte das Glück heute dabei zu sein und konnte so die Erfahrung mitnehmen auf
internationaler Ebene für Deutschland zu kämpfen. Zwar konnte ich meine beiden Kämpfe nicht
gewinnen, aber wenigstens habe ich einen schönen, wirkungsvollen Punkt gemacht und die ganze
Halle konnte zuschauen. Das war schon ein tolles Gefühl.
Bei der Siegerehrung zum Internationalen Kyu Turnier gab es wieder den Sonderpokal für die besten
Kämpfer. Wir sind sehr stolz dass dieser Pokal bei den Damen erneut nach Großenhain geht. Mit
zwei ersten und einem zweiten Platz konnte sich Hanna diese besondere Auszeichnung erstreiten.
Dafür nochmal einen herzlichen Glückwunsch. Auch wurde das erfolgreichste Dojo ausgezeichnet.
Das Rennen gegen das Dojo Österreich haben wir zwar knapp verpasst, aber Kashiwa war sehr
weit vorne dabei.
Es war ein tolles Wochenende, welches wir bei schönem kroatischen Essen haben ausklingen
lassen. Wir konnten tolles Karate auf einem sehr hohen Niveau erleben und ein jeder von uns wird
sich an diesen Wettkampf erinnern können. Sei es aufgrund von Medaillen oder blauen Flecken.
Ein Dank geht noch an das ausrichtende Dojo Edo München, welches wieder einen toll
organisiertes Wochenende ermöglicht hat.

OSS!
Max